Jil Lüscher
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Über mich



Die Veränderung: Sie ist ist die einzige Konstante in meinem Leben. Nach der Geburt wurde ich „männlich“ sozialisiert. Obwohl ich mich in dieser Haut nie wohl fühlte, habe mich arrangiert und versucht, meinen Mann zu stehen. Seit 2013 lebe ich mein Leben in der immer schon gefühlten weiblichen Identität. Meinem Leben als Kerl verdanke ich eine wundervolle Tochter und ein intaktes privates Umfeld, mit grossartigen Menschen, die ich nie missen möchte. Auch unsere Kater Filou und Zorro haben ihren festen Platz in meinem Herzen.

Mein Weg: Beruflich habe ich mich vom Instinkt leiten lassen. Irgendwie konnte das geordnete, strukturierte Leben nie wirklich bei mir andocken. Ich bin immer andere Wege gegangen, als die, die von mir erwartet wurden. Schon in der Schule konnte ich mich darauf verlassen, dass es das Universum gut mit mir meint. Umwege habe ich nie gescheut. Sie geben Einblicke in das Leben, die sonst verborgen bleiben. Vertrauen in die eigene Stärke, Mut zur Veränderungen, das sind Eigenschaften, denen ich viel zu verdanken habe.

Meine (politische) Jugend: Aufgewachsen bin ich zusammen mit drei Geschwistern in Muhen. Dort, wo die gescheitesten Kühe wohnen, weil sie den halben Dorfnamen sagen können. Dort, wo im Telefonbuch und auf dem Friedhof der Name Lüscher dominiert. Mein Elternhaus war die Villa Kunterbunt im Blumenweg – immer voller Leben und ganz bestimmt nie 0815. Mein Vater, ein liberal und selbstverantwortlich denkender Mensch, las das Aargauer Tagblatt, hörte Radio Beromünster und diskutierte bei der Politsendung „Der internationale Frühschoppen“ auf ARD leidenschaftlich mit. Meine Mutter war Dreh- und Angelpunkt der Familie. Ihre Interessen galten weniger der Politik, dafür mehr den bildenden Künsten, der Musik, der Literatur. Der Zauberberg von Thomas Mann wird in meinen Erinnerungen immer eng mit ihr verbunden bleiben.

Meine (politischen) Erfahrungen: Politik gehört zu meinem Leben, seit ich mich an die ersten Kriegsberichterstattungen aus Vietnam erinnern kann. In Diskussionen unter Freunden hatte ich mit meinen bürgerlichen Ansichten oft einen schweren Stand. Als ich während meiner Zeit in Oftringen in der SVP-Ortspartei aktiv wurde, hat das bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen für Kopfschütteln gesorgt. „Warum ausgerechnet diese Partei“? – Diese Frage hörte ich oft. Nun, bei den Liberalen fand ich damals jene Werte nicht mehr, für die sie standen, als es das Aargauer Tagblatt noch gab. Und Politik, die den Segen zu sehr im Staat sucht, ist mir auch heute noch gegen das Fell gestreichelt. Längst fühle ich mich parteilos am besten aufgehoben – und wenn schon eine Partei, dann am liebsten „Die Partei der Herzen“.

Meine Motivation: Der FC Aarau ist der coolste Fussballverein auf der Welt, weisse Socken sind besser als stinkende Füsse und ein AG-Nummernschild ist zumindest vom Anfangsbuchstaben her nicht zu toppen. Egal, welches Image wir haben: Ich bin eine stolze Aargauerin und ich will den Aargau mit Herz, Leidenschaft und Verstand mitgestalten, zum Wohle der Menschen, die heute und in Zukunft hier leben.




CV


Nach der Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Kaufmann in der Baubranche und Rekrutenschule Sprachaufenthalte in Genf und in den USA. Danach Disponent Aussenproduktion Schweizer Fernsehen SRF (1985 – 1988). Berufsbegleitend journalistische Tätigkeit als Freelancer, Kursbesuche am MAZ Luzern und Journalistenschule Ringier.

Sportredaktion Zofinger Tagblatt (1988 – 2001).

Eigene Agentur für Presse und Kommunikation in Tokio, während Wintersaison Instruktor für Wintersport im Skiresort GranDeco Fukushima (2000 – 2003).

Geschäftsführer Werbe- und Kommunikationsagentur stylish gmbh (2004 – 2007), dazu Nachdiplomstudium FH in Dienstleistungsmarketing- und Management an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern HSW.

Ab 2007 Leiterin Verlagsredaktion (kommerzielle Beilagen und Sonderseiten) bei der Neuen Luzerner Zeitung, zusätzlich Chefredaktorin Anzeiger Luzern (- 2016).

Mitglied der Sportredaktion Radio SRF Regionaljournal AG/SO.